Santo Domingo / Berlin In der Dominikanischen Republik häufen sich die Fälle von Dengue-Fieber. Das Robert Koch-Institut (RKI) hat allgemein vor Infektionen mit dem Dengue-Fieber in tropischen und subtropischen Ländern gewarnt. Nach einer Reise etwa in die Dominikanische Republik erkranken laut Institut mehr Menschen in Deutschland als früher an dem Fieber. Es sei die häufigste von Mücken übertragene Virusinfektion weltweit. Der Erreger komme in mehr als 100 tropischen und subtropischen Ländern vor.
Zwischen 2001 und 2006 registrierte das Institut durchschnittlich rund 140 Erkrankungen von Urlaubern, die nach Deutschland zurückkehrten. Von 2004 bis 2006 seien die Zahlen auf 170 gemeldete Fälle pro Jahr angestiegen, teilte das RKI am Montag in seinem Epidemiologischen Bulletin mit. Dieser Trend scheine auch 2007, 2008, 2009 und 2010 anzuhalten. Dengue-Fieber wird über Viren von Mücken übertragen. Einen Impfstoff gibt es nicht. Das RKI rät deshalb bei Fernreisen zu einem ausreichenden Mückenschutz.
Neben der Malaria, die vorwiegend in Afrika von Mücken übertragen wird, gehöre Dengue-Fieber in Deutschland inzwischen zu den häufigsten Fiebererkrankungen nach einer Fernreise, teilte das RKI weiter mit. Es kommen mehr Reisende mit Dengue-Fieber aus Asien (1 bis drei Prozent) oder Südamerika (0,6 Prozent) zurück als mit der Leberentzündung Hepatitis A. Todesfälle nach Infektionen im Ausland wurden bisher aber nicht registriert. Dengue-Fieber ist seit 2001 meldepflichtig.
Das Virus kann neben plötzlichem hohem Fieber unter anderem starke Kopf- und Gliederschmerzen sowie Hautausschlag, Blutungen und Kreislaufversagen auslösen. Die meisten deutschen Touristen erkrankten laut RKI-Statistik nach einer Reise nach Thailand, Indien, Brasilien, auf die Philippinen, nach Sri Lanka, Indonesien oder in die Dominikanische Republik sowie allgemein nach Mittelamerika.